Banane in Gefahr

Die Banane ist weltweit eine der beliebtesten Früchte. Doch jetzt steht die gelbe Frucht vor einem großen Problem: Ein Pilz bedroht ihre Existenz.

Nicht zum ersten Mal

Es ist nicht das erste Mal, dass die Banane von einer Pilzkrankheit bedroht wird. Schon in den 1990er Jahren wurden die Bananen vom Pilzstamm TR1 bedroht. Eine Katastrophe, bzw. das Aussterben der Banane, konnte aber im letzten Moment verhindert werden. Die damals sehr verbreitete Sorte „Gros Michel“ wurde durch die Sorte „Cavendish“ ersetzt welche gegen den Pilz immun war. Doch jetzt wird genau diese „Cavendish“-Banane von der Pilzkultur TR4 bedroht.

Monokultur als Problem

Der Grund für die Anfälligkeit der Banane hängt mit der Art des Anbaus zusammen. Bananen werden in riesigen Monokulturen angebaut. Diese Monokulturen wurden gewählt, weil es so möglich ist, die Pflanzen maschinell zu bewirtschaften. Krankheiten wie Pilz haben aber deshalb ein leichtes Spiel und können in kurzer Zeit einen Großteil der kommerziell angebauten Bananen befallen. Zurzeit wird intensiv nach einer Möglichkeit zur Bekämpfung von TR4 gesucht. Der Pilz ist aber sehr resistent und kann für viele Jahre in der Erde oder in abgestorbenen Pflanzen überleben. Zurzeit besteht aber noch die Hoffnung, dass sich der Pilz nicht weiter ausbreitet. Die Hauptanbaugebiete der Banane in Südamerika sind zurzeit nämlich noch nicht betroffen.

Hoffnung liegt in der Artenvielfalt

Selbst wenn sich der Pilz nach Südamerika ausbreiten sollte ist noch nicht alle Hoffnung verloren. Es gibt nämlich eine fast endlose Auswahl an Bananensorten. Ganze 1500 Sorten wurden bisher für die kommerzielle Verwendung registrierter, daneben existierten zahllose unregistrierte Sorten. Forscher gehen davon aus, dass sich unter diesen Bananen ein geeigneter Nachfolger für die „Cavendish“ finden wird. Voraussetzung an die neue Sorte wird es sein, dass sie sowohl gegen die Pilzkultur TR4 als auch gegen TR1 resistent ist. Außerdem sollte sie sich in Geschmack und Aussehen kaum von der „Cavendish“ unterscheiden.